Seminar Erlebnis tiefe Verbundenheit

Ich glaube jeder von uns hatte so seine eigene Vorstellung von einem Seminar zu diesem Thema. So auch ich – bis ich am Freitagnachmittag mit unseren beiden Dozenten Micha und Stefan im Baumarkt war und wir dort den dicksten Gartenschlauch kauften, den es gab. Danach noch im Kaufland Stempelkissen und Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss gekauft und ich war endgültig verwirrt. Also beschloss ich, mich überraschen zu lassen.

Samstagmorgen trafen wir uns im gut geheizten Vereinsheim und als erstes sollten wir alle Hunde reinholen, mit denen das vertretbar ist. Nun saßen wir dort und Micha erzählte uns ein bisschen was Theoretisches. Nach und nach wurde dann immer ein Hund aus dem Raum geholt. Wir wunderten uns, aber da sie alle wohlbehalten wiederkamen haben wir uns keine großen Sorgen gemacht. Die Auflösung folgte dann auch prompt. Stefan und zwei Helfer hatten einen Pfotenabdruck von den Hunden gemacht (Aha, darum also das Stempelkissen) und ihnen ein paar Haare ausgekämmt. Nun sollten wir Abdruck und Haare unseren Hunden zuordnen. Echt spannend und gar nicht so einfach...

Weiter ging es dann mit Einschätzungen unserer Hunde in verschiedenen Situationen, eine Schmuseeinheit – wir sollten mal beobachten wie der Hund reagiert, wenn wir ihn so streicheln wie er es möchte und dann so wie wir es möchten – und eine Übung zum Erspüren des Hundes.  In der Feedback-Runde  kullerten dann – wie immer bei Seminaren mit Micha in Berlin – ein paar Tränchen (aus Freude oder weil derjenige tief bewegt war).

Tag Nr. 2 begann mit viel Schnee und einer nicht geräumten Autobahn. Dank Michas und Stefans Flexibilität und Kreativität wurde der Tag trotz (oder gerade wegen) des Schneefalls und der Kälte unvergesslich. Es ging los und gleich ab nach draußen. Jeweils einem Hund wurden Gegenstände gezeigt, die Frauchen nicht sehen konnte und es sollte anhand der Reaktion des Hundes erraten werden, was es ist. Für mich war´s ´ne Vollpleite ;) – bin wohl nicht wirklich visuell veranlagt. Weiter ging es dann mit ein bisschen „Menschenarbeit“ : „Erkenne Dich selbst und Deinen Antreiber.“ Zum Abschluss des Vormittags machten wir nochmal eine sehr schöne Übung zur Einschätzung der Hunde.

Am Nachmittag wurden noch einmal die Utensilien vom Vormittag rausgekramt. Unterschied diesmal – Musik auf die Ohren und Augenbinde für Frauchen. Also nix mehr mit Sehen, nur noch Spüren. Es war eine wunderbare Erfahrung. Das Ende des Tages bildetet für Viele das absolute Highlight. Erspüren wo der eigene Hund sitzt – wieder mit verbundenen Augen und Musik auf den Ohren. Ich bin wirklich nicht esoterisch angehaucht, aber es war der Hammer.

Das ganze Wochenende hat mich einfach total umgehauen. Es ist nicht leicht zu erzählen, denn eigentlich kann man es nur selber erfahren. Wir als Vereinsgemeinschaft sind an diesem Wochenende noch stärker zusammengewachsen und zumindest bei mir ist es so, dass ich meine Maus nochmal mit ganz neuen Augen sehe.  Wie jedes Seminar mit Micha hat es mich ein Stück weitergebracht auf dem Weg mit meinen Hunden und auch auf meinem ganz eigenen Weg. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Seminar Ende April. Das wird völlig anders, aber genauso toll.

Liebe Grüße, Eure Verena!

Impressionen

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